Zukunftsdialog

Im Zukunftsdialog, der Bundeskanzlerin, können Bürger Vorschläge für die Bereiche ”Wie wollen wir zusammenleben?”, “Wovon wollen wir leben?” und “Wie wollen wir lernen?” abgeben, die anschließend gewählt werden können.

Darunter sind auch viele Forderungen für einem säkularen Staat zu finden. Unter anderem  in der Form, dass Nicht-Christen als große Mehrheit anerkannt werden. Die meisten Stimmen, zu diesem Thema, haben zur Zeit “Kirche und Staat vollständig trennen (z.B. Kirchensteuer)” und “Religionsunterricht in den staatlichen Schulen ausgliedern“.

Weitere Punkte zu diesem Thema:
Totale Säkularisierung
Religion oder Aufklärung
Gegen Kirchensteuern und staatliche Religion: Endlich mehr Aufklärung wagen!

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Kirchenvorstandswahlen in Osnabrück

Die Kirchenvorstandswahlen, der Ev.-luth. Kirchenkreise, in Stadt und Kreis waren am 18. März mit 10,25% in Stadt und 16,77% im Kreis wieder mal sehr gering. Dabei stieg die Wahlbeteiligung in einem Bereich von einem und zwei Prozent, was von vielen auch positiv dargestellt wird. Jedoch wird nicht erwähnt, dass über 1.800 Mitglieder und damit ca. 3,75% in diesem Zeitraum verloren gingen, so jedenfalls die Werte von 2006 bis 2011 für die Stadt. Bei den Wahlberechtigten sind es gerade mal 737 Verluste und somit 1,6%.

Wenn nur noch der harte Kern übrig bleibt, bin ich mir sicher, dass es auch eine Wahlbeteiligung wie bei den Bundestagswahlen geben wird, die der Pastor Gunnar Schulz-Achelis in den ON erwähnte.

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Warum bleiben Ungläubige in den Kirchen?

Gotteshäuser bleiben leer, Priester werden händeringend gesucht, Ordensfrauen aus den Ländern des Trikont importiert. Trotz dieser offensichtlichen Zeichen des Niederganges können sich die beiden großen christlichen Konfessionen in Deutschland auch weiterhin einer Massenmitgliedschaft rühmen, die zusammen 60% der Bevölkerung – 49 Millionen Menschen – umfasst. Eine vom Meinungsforschungsinstitut Allensbach im Auftrag der katholischen Kirche durchgeführte und im Jahr 2010 vorgestellte Studie kam jedoch zu dem Ergebnis, dass sich immerhin 6% der deutschen Katholiken selbst als „überhaupt nicht religiös“ bezeichnen.1

Geht man von ähnlichen Verhältnissen bei den Protestanten aus, so wären rund drei Millionen in den Statistiken geführte Kirchenmitglieder tatsächlich Ungläubige. Und dies sind nur diejenigen, welche sich in einer Umfrage offen dazu bekennen.

Warum verbleiben diese Menschen trotz ihrer Irreligiosität weiterhin in den christlichen Institutionen? Im Folgenden sollen einige häufig genannte oder logisch erschließbare Gründe erläutert werden.

Anpassungsdruck in Familien und Partnerschaften

Finanziell von ihren Eltern abhängige Jugendliche, Enkel die ihren Großeltern keine Sorgen machen wollen, Ehepartner die ihre Beziehungen nicht belasten möchten- diese Beispiele illustrieren, wie der aus dem familiären und sozialen Umfeld ausgeübte Druck dazu führt, dass Atheistinnen und Atheisten sich nicht offen zu ihrem Unglauben bekennen und trotz ihrer inneren Widerstände in der Kirche bleiben.

Tradition

Für viele religiös aufgewachsene Menschen sind die mit der Mitgliedschaft in der Kirche einhergehenden Rituale, Feste und Gemeindetätigkeiten von so großer lebensweltlicher Bedeutung, dass sie auch nach einer Wendung zum Atheismus weiterhin an dem äußeren „Gerüst“ ihres ehemaligen Glaubens festhalten. Je liberaler sich die jeweilige Kirche positioniert, desto leichter fällt dieser Spagat den ungläubigen Mitgliedern.

Angst vor beruflichen Konsequenzen

Die großen kirchlichen Sozialträger Caritas und Diakonie beschäftigen in Deutschland über eine Million Menschen hauptamtlich. Diese sind durch entsprechende Klauseln in ihren Arbeitsverträgen daran gebunden, Mitglieder der hinter den Einrichtungen stehenden Kirchen zu sein. Ein Kirchenaustritt oder auch nur sogenannte „Achtungsverletzungen“ können zur fristlosen Kündigung führen. Als abhängig Beschäftigter bei der Caritas oder dem diakonischen Werk bleibt einem als Atheisten also nichts anderes übrig, als seinen Unglauben zu verschweigen und weiterhin Kirchenmitglied zu bleiben, so man denn seinen Arbeitsplatz nicht verlieren möchte.

Begräbnisfrage

„Wo willst Du denn begraben werden, wenn Du aus der Kirche austrittst?“ ist ein in vorwurfsvollem Ton vorgebrachter Satz, den der Verfasser dieses Artikels schon selbst gehört hat, obwohl die Antwort bei kurzer Vernunftanwendung offensichtlich ist. Natürlich werden Atheisten nicht einfach auf der Müllhalde entsorgt, nur weil sie einem evidenzlosen Glauben an die christliche Gottheit entsagt haben. Die traditionellen Begräbnisriten der Kirchen sind im Bewusstsein vieler Menschen immer noch so eng mit dem allgemeinen Begriff „Beerdigung“ verbunden, dass sie als identitär angesehen werden.

1Wagner, W. : „Gläubige distanzieren sich von der Kirche“. Frankfurter Rundschau. 17.6.2010.

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Religion M(m)acht Politik

Ist Religion auf Macht und Macht auf Religion angewiesen? Diese und weitere Fragen sollen am Sonntag 17. Juni um 11:30 Uhr im “Philosophisches Café” diskutiert werden.

Alle Informationen und weitere Themen.

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gbs im Radio

Seit Anfang des Jahres sendet die gbs Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. monatlich, an jedem vierten Mittwoch von 17 bis 18 Uhr, eine Hörfunksendung beim ”Freien Radio für Stuttgart“. Bei der ersten Sendung, die auf YouTube sowohl zu hören als auch zu sehen ist, ging es um die Stiftung, wofür sich diese einsetzt und um die Regionalgruppe selbst. Über den Livestream kann man sich die Sendung auch außerhalb des Sendegebietes anhören.

Die Themen der weiteren Sendungen sind:

Kirchenfinanzen -Staat und Kirche. Die Giordano-Bruno-Stiftung klärt auf.
Verhältnis von Staat und Kirche / Laizismus
Evangelikale – Christliche Fundamentalisten (Deutschland, weltweit)

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Treffen in der Lagerhalle

Liebe Mitglieder und Interessierte,

ab sofort treffen wir uns jeden dritten Freitag im Monat um 19 Uhr in der Lagerhalle. Das erste Treffen findet somit am 17 Februar 2012 statt. Alle Terminänderungen und Ausfälle werden im Terminkalender verzeichnet bzw. entfernt.

Nachtrag: In Raum 207.

Bis dahin

gbs-Osnabrück





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Immer mehr Konfessionsfreie in Osnabrück

Während 1970 noch 49%, der Bevölkerung Deutschlands, in der evangelischen Kirche und 44,6% in der katholischen Kirche waren, sind es 2010 jeweils 29,4% gewesen. Bei den Konfessionsfreien stieg der Wert von 3,9% auf 34,8% und die Muslime sind von 1,3% auf 4,6% gestiegen, so die Zahlen vom fowid. Wobei auch Personen, deren Eltern Muslime sind oder die aus einem muslimischen Land stammen, zu den Muslimen gezählt werden, obwohl sich diese selbst nicht als Muslime sehen.

Nun hört man immer wieder das Argument, dass die Wiedervereinigung, im Jahre 1990,  die Werte verzerrte. Dies ist soweit auch richtig, aber den Trend, zu den Konfessionsfreien, gab es sowohl davor als auch danach. Außerdem machte die Bevölkerung, aus der ehemaligen DDR, gerade mal 20,61% der Gesamtbevölkerung, des wiedervereinten Deutschlands, aus. Der Hauptgrund des Mitgliederschwunds, der beiden Kirchen, liegt jedoch nicht beim Austritt, sondern beim geringen Nachwuchs.

Für Osnabrück haben wir jedoch keine Daten mit genauen Werten der Konfessionsfreien erhalten können, diese sind mit den Muslimen und anderen kleinen Religionsgruppen unter den Sonstigen aufgeführt. Insgesamt lässt sich sagen, dass trotz der Tendenz, zu den Konfessionsfreien, Osnabrück dem Trend des gesamtdeutschen Durchschnitts hinterherhinkt.                                                                                           Zu den Diagrammen

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Anti-ACTA-Demo in Osnabrück

Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, wurde seit 2006 unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt und soll nun ohne öffentliche Diskussion vom Europäischen Parlament durchgewunken werden. ACTA ist ein weiterer Schritt in die falsche Richtung und es werden abermals Freiheiten der Bürger für die wirtschaftlichen Interessen der Verwertungsindustrie geopfert.

Am 6. Februar 2012 wurde die ACTA-Ratifizierung von Tschechien und Polen bis auf Weiteres gestoppt. Am 11 Februar 2012 werden, in mindestens 58 Städten Deutschlands, Demonstrationen stattfinden, darunter auch in Osnabrück, Große Straße (Ecke Neumarkt) um 14:00 Uhr, mit einem Demonstrationszug durch die Stadt. Sowie in andern Ländern: Frankreich, Polen, Großbritannien, Bulgarien, Portugal, Kanada, Österreich und vielen mehr.

Zweite Demonstration am 25.02.2012 von 14 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen:
http://hpd.de/node/12869
http://www.stopacta.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement

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Tod eines Asylbewerbers

Ein 29 jähriger Exil-Iraner nahm sich in diesem Jahr, in einem Würzburger Asylbewerberheim, sein Leben, wegen den Lebensbedingungen die dort herrschen. Wie Menschenunwürdig die Flüchtlinge in deutschen Lagern leben kann man unter anderem in einem Bericht von Monitor sehen.

Auch Osnabrück hat ein Lager in Bramsche-Hesepe, in dem ca. 600 Personen leben. Diese haben schon mehrmals gegen die Lebensbedingungen im Lager demonstriert. Mit den 40€ Taschengeld, im Monat, können sie es sich nicht leisten für über 10€ (Hin- und Rückweg) nach Osnabrück zu fahren und ihre Rechte bei einem Anwalt zu fordern. Ihre Forderungen lauten:

  • Das Recht zu Ar­bei­ten
  • Bes­se­rer Zu­gang zu Rechts­hil­fe
  • Ab­kehr von Zwangs­maß­nah­men wie das Strei­chen des (ge­rin­gen) Ta­schen­gelds, um die Leute zur Aus­rei­se zu be­we­gen
  • Bes­se­re Me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung
  • Zu­gang zu bes­se­rem Essen
  • De­zen­tra­le Un­ter­brin­gung au­ßer­halb von La­gern

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Jahrestag der Ägyptische Revolution – Die zweite Welle?

Heute vor einem Jahr begannen in den großen Städten Ägyptens die Demonstrationen und damit die Revolution. Hamed Abdel-Samad berichtete in einem vollen Saal am 10 Januar in Osnabrück darüber. Unter anderem sprach er über den wenig überraschenden Wahlerfolg der Islamisten und erwartete, wegen der Unzufriedenheit der Menschen über den Militärrat, am ersten Jahrestag der Revolution, eine zweite Welle.

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